Blue Öyster Cult ist eine US-amerikanische Band, die von einer wegweisenden Undergroundcombo im Laufe der Jahre zu einer Mainstreamhardrockgruppe wurde. Die vermutlich bekanntesten Singles sind
(Don?t Fear) The Reaper vom 1976er Album
Agents Of Fortune und
Godzilla vom Nachfolger
Spectres. BOC lieferte als erste Band in Konzerten eine Lasershow.Die Band gilt als Erfinder des Heavy-Metal-Umlauts.
Bandgeschichte
Blue Öyster Cult wurde zunächst in den 60er Jahren als
Soft White Underbelly auf Long Island, NY, gegründet. 1968 wurde daraus die
Stalk-Forrest Group, und 1970 führte man den bis heute gültigen Namen
Blue Öyster Cult (zunächst jedoch ohne Diärese) ein.
Das Unterlegen der Hardrock-Klänge der Band mit Texten von Schriftstellern wie Sandy Pearlman, Richard Meltzer und Michael Moorcock verschaffte der Band den Ruf, die Heavy-Metal-Band der Intellektuellen zu sein. Weitere prominente Mitstreiter waren unter anderem Patti Smith und Jim Carroll (Autor von
The Basketball Diaries, 1994 verfilmt mit Leonardo Di Caprio und Mark Wahlberg).
Während man heute den Stil der Band als Prog-artigen Hardrock charakterisieren würde, war die Band in ihren Anfangsjahren eher von Bands wie Velvet Underground, Doors und MC 5 inspiriert. Die Rezeption ihrer Alben ist noch heute zu einem Großteil auf die Independent-Szene beschränkt. Einflüsse von BOC finden sich bei wegweisenden Bands wie Sonic Youth und Hüsker Dü, oder auch bei Minutemen und Firehose, von denen es auch BOC-Coverversionen gibt.
Die ersten drei Alben (
Blue Öyster Cult,
Tyranny And Mutation sowie
Secret Treaties) etablierten die Band als psychedelisch inspirierten Wetstcoast-Rockact. Sie enthielten Songs, die heute als Klassiker der Band anzusehen sind, wie z. B.
Cities On Flame With Rock And Roll,
The Red & The Black,
7 Screaming Diz-Busters,
ME 262,
Harvester Of Eyes und vor allem
Astronomy. Herausstechend waren auch die Gitarrenspiel-Künste von Donald
Buck Dharma Roeser und die durch zeitgenössische Literaten wie Sandy Pearlman und Richar Meltzer beeinflussten Texte.
Die Band ließ es daraufhin musikalisch etwas ruhiger angehen (
Agents Of Fortune,
Spectres,
Mirrors) und integrierte u. a. Kurt Weill-Einflüsse. Die musikalische wie auch die textliche Ausrichtung veränderte sich in Richtung Science Fiction und komplexerem Hardrock. Passend dazu lieferte BÖC als erste Band in Konzerten eine Lasershow. Ihre internationale Bekanntheit befand sich nun auf ihrem Höhepunkt, vor allem aufgrund des Hits
Don?t Fear The Reaper von
Agents Of Fortune.
Es folgte
Cultösaurus erectus, dass den musikalischen Übergang in ihre '80er-Phase markiert. Die folgende Tour mit Black Sabbath,
Black & Blue, wurde von ca. 1,5 Millionen Zuschauern gesehen.
Die nächsten Studioalben
Fire Of Unknown Origin (mit ihrem größten US-Hit
Burnin? For You),
The Revölution By Night und
Club Ninja sind von straighteren Hardrock-Songs mit prägnanten Keyboards geprägt.
Das Konzept-Album
Imaginos, 1988 veröffentlicht, ist über viele Jahre gereift und stellt, laut den Musikern, die Essenz von Blue Öyster Cult dar. Es wurde aber zwiespältig aufgenommen.
Nach einigen Jahren Funkstille meldete sich die Band 1998 mit einer Metal-dominierten CD namens
Heaven Forbid zurück, der 2001
Curse Of The Hidden Mirror und 2002 die Live-Aufnahme
A Long Day?s Night folgten. Die Band spielt auch heute noch regelmäßig Konzerte, die sich aber vor allem auf die US-Westküste beschränken.
Überwiegend wird die
Black & White-Periode der ersten drei Alben als schaffenstechnischer Höhepunkt der Band angesehen.Das 1976er Album
Agents Of Fortune mit der Single
(Don?t Fear) The Reaper ist das kommerziell erfolgreichste Album der Band.
Anmerkungen
Die Texte zu den Songs
Black Blade vom 1980er Album
Cultösaurus Erectus sowie
Sole Survivor vom Nachfolgealbum
Fire Of Unknown Origin (1981) schrieb Fantasy-Legende Michael Moorcock.Bei
Black Blade handelt es sich um eine Liedversion von Moorcocks Saga vom
ewigen Helden (
Eternal Champion, im Liedtext
Cosmic Champion) in seiner Inkarnation als
Elric von Melniboné.
Die beiden Stücke
Heavy Metal ? The Black And Silver und
Vengeance ? The Pact vom 1981er Album
Fire Of Unknown Origin waren für den Film
Heavy Metal (nach dem gleichnamigen Comicmagazin) bestimmt.
Vengeance ? The Pact kam jedoch nicht zum Einsatz, da es die Geschichte der letzten Episode aus dem Film vorweggenommen hätte.
Bei dem Album
Cult Classic von 1994 handelt es sich nicht um eine Best Of-Zusammenstellung. Vielmehr enthält es komplette Neueinspielungen älterer Songs und wird somit von der Band selber als offizielles Album geführt. Der Hintergrund, vor dem das Album entstand, ist die TV-Verfilmung des Buches
The Stand ? Das letzte Gefecht von Stephen King. Das Buch beginnt mit dem Zitat der dritten und letzten Strophe aus
(Don?t Fear) The Reaper, weshalb vorgesehen war, den Song an den Anfang des Films zu stellen (kurioserweise werden letztlich nur die ersten beiden Strophen gespielt). Da die Plattenfirma aber die Nutzung der Originalaufnahme verweigerte, spielte die Band in ihrer damaligen Besetzung den Song neu ein, woraus sich letztlich ein ganzes Album entwickeln sollte.
Diskografie
Alben
- 1972 ? Blue Öyster Cult (selbstbetiteltes Debütalbum)
- 1973 ? Tyranny And Mutation
- 1974 ? Secret Treaties
- 1975 ? On Your Feet Or On Your Knees (Live-Album)
- 1976 ? Agents Of Fortune
- 1977 ? Spectres
- 1978 ? Some Enchanted Evening (Live-Album)
- 1979 ? Mirrors
- 1980 ? Cultösaurus Erectus
- 1981 ? Fire Of Unknown Origin
- 1982 ? Extraterrestrial Live (Live-Album, auch E.T.L. genannt)
- 1983 ? The Revölution By Night
- 1986 ? Club Ninja
- 1988 ? Imaginos
- 1993 ? The Reaper ? Best (1975?88) (Label: Zounds, alle Titel digital remastered)
- 1994 ? Cult Classic (Neueinspielungen älterer Lieder)
- 1998 ? Heaven Forbid
- 2001 ? Curse Of The Hidden Mirror
- 2002 ? A Long Day?s Night (Live-Album)
- 2003 ? The Essential Blue Öyster Cult
Sonstiges
- 1982 ? Buck Dharma: Flat Out (Soloalbum des Gitarristen Donald Roeser)
- 1992 ? Bad Channels (Soundtrack komponiert von Buck Dharma; beinhaltet zwei Blue Öyster Cult-Songs)
- 2001 ? St. Cecilia: The Elektra Recordings (Demo-Aufnahmen der Formation Soft White Underbelly sowie Aufnahmen, welche ursprünglich als Stalk-Forrest Group-Debütalbum veröffentlicht werden sollten)
Weblinks
Blue Öyster CultBlue Öyster CultUS-amerikanische Band
Blue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster Cult??? ?????? ????Blue Öyster CultBlue Öyster Cult?????????????Blue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster CultBlue Öyster Cult??? ?????? ????Blue Öyster CultBlue Öyster Cult