Das Daimonion bezeichnet in der griechischen Antike einen persönlichen
Schutzgeist, der Teil des Ichs ist. Es wacht über das dem Menschen
vorherbestimmte Schicksal. Nur vereinzelt wird die Auffassung vertreten,
das Daimonion könne den Menschen von seiner Schicksalsbestimmung befreien.
Das Daimonion wurde von Sokrates als eine innere Stimme von göttlichem
Ursprung erklärt. Diese innere Stimme warnte ihn in entscheidenden
Augenblicken und hielt ihn von der Ausführung einer gefährlichen Absicht
ab. (Nach Platon Apol. 31 D und 41 D, Xen. Mem. I, 1, 6 warnte das
Daimonion peri - tôn adêlôn, hopôs an apobêsoito.). Er verstand es als
eine Gegeninstanz zum Logos, die das erkennt, was der Vernunft verborgen
bleibt, und vom Falschen abrät. Sein Daimonion schätzte Sokrates so hoch
ein, dass er ihm auch gegen seine rationale Einsicht gehorchte. Da er es
auch über die Götter stellte, wurde ihm vorgeworfen, es als einen neuen
Gott einführen zu wollen.
Ausführl
Discographynicht vorhanden
Videonicht vorhanden
Daimonion,