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Biographie Gargamel!

Gargamel!


thumb|Schlumpfhaus und Schlümpfe in einem FreizeitparkDie Schlümpfe (im belgischen Original: Les Schtroumpfs) sind Comicfiguren, die 1958 als weitere Charaktere der Comicserie Johann und Pfiffikus des Magazins Spirou entstanden sind und vom belgischen Zeichner ?Peyo? (Pierre Culliford, 1928?1992) entworfen wurden.

Die Bezeichnung Schtroumpfs ist eine Wortschöpfung: Als Peyo beim Essen nach Salz fragte, sagte er: ?Passe-moi le... le... Schtroumpf? anstelle von: ?Passe-moi le sel.? Der deutsche Name Schlümpfe stammt von Peter Wiechmann, einem Mitarbeiter des Kauka-Verlags, wo die Serie in den 60er Jahren zum ersten Mal auf Deutsch erschien.

Die Schlümpfe in der Originalfassung

Die Schlümpfe in Johan et Pirlouit

Peyo der vom Mittelalter sehr begeistert war, zeichnete einen wesentlich Anteil seiner Comic-Abenteuer mit dieser Epoche als Hintergrund. So entwarf er ab 1946 Geschichten um den Pagen (Page) Johan. Von Johan, zunächst blond gezeichnet, musste Peyo ab 1952 für eine Veröffentlichung im Magazin ??Spirou?? die Haarfarbe auf schwarz abändern. In einer anderen, 1952 gezeichneten, Geschichte dieses Pagen (Le lutin du bois aux roches, Album ab 1954) tritt erstmals der kleine quirlige Pirlouit auf, welcher Johan von dann an treu zur Seite steht. Der blonde Pirlouit war Peyos Lieblingsfigur (Peyo 1990: Pirlouit était mon personnage préféré. J'aime bien les Schtroumpfs aussi mais mon préféré c'est quand même Pirlouit,http://old.rtbf.be/rtbf_2000/bin/view_something.cgi?id=0074663_article&header=none&file=print.html (Peyo forever, 2002, frz.). Seither wird die Serie mit Johan et Pirlouit (Johann und Pfiffikus) identifiziert. Eine weitere immer wiederkehrende Figur ist der Zauberer Homnibus (ab ca. 1954). Ähnlich gestaltet, mit charakteristischem blauen Talar und langem weißen Bart ist der Zauberer Merlin im Film The sword in the stone (1963). In dem 1958 gezeichneten Abenteuer La flûte à six schtroumpfs (bei Spirou noch La flûte à six trous ) treten erstmals, in einer wichtigen Nebenrolle, Les Schtroumpfs (Die Schlümpfe) auf. Mit dramaturgisch ähnlicher Bedeutung sind die Schlümpfe auch in drei weiteren von Peyo gezeichneten Abenteuern über Johan et Pirlouit zu sehen.

Die Schlümpfe und die 16 Alben von Peyo

1959 schlug Spirou-Chefredakteuer Yvan Delporte dem Künstler Peyo vor, eine Kurzgeschichte ausschließlich mit Schlümpfen zu zeichnen (sh. L'incroyable saga des Schtroumpfs http://groups.msn.com/ChezPetiteFleuronparledetout/lesschtroupmfs.msnw (L'incroyable saga des Schtroumpfs ). Die Publikationsform sollte ein ?kleines Album? (Mini-récit) für ?kleine Leser? sein. Peyo schätzte den Bedarf an Schlumpf-Geschichten nur für eine vorübergehende Mode ein. Schließlich widmete sich Peyo, wohl auch wegen der Resonanz der Leser, wesentlich stärker den Schlümpfen und gestaltete vorwiegend deren Abenteuer. Peyo gilt grundsätzlich als der Schöpfer der Schlümpfe, an den Geschichten arbeiten in Zeichnung und Text auch Yvan Delporte, Gos und andere mit.Im verwunschenen Land der Schlümpfe gibt es zunächst nur einen Menschen, den Hexenmeister Gargamel und seinen Kater Azraël. Der Begriff Le pays maudit (dt. bei Kauka: Verwunschenes Land) bleibt vorwiegend auf die Zeit vor 1962 beschränkt. In den Alben bis 1992 gilt das Schlumpfdorf als weit abgelegen und schwierig oder gar nicht erreichbar. In den Geschichten bis 1992 blieb der Kontakt zur Außenwelt auf wenige Menschen (Johan, Homnibus) beschränkt.Um 1969 zeichnete Peyo das letzte Abenteuer mit Johan et Pirlouit (Le sortilège de Maltrochu).

Der Kinofilm von 1976, Die Schlümpfe und die Zauberflöte. Nach einem Versuch in Schwarz/Weiß, Anfang der Sechziger Jahre durch das Trickstudio Dupuis TVA, http://www.xoomic.de/sites/peyo.html http://www.xoomic.de/sites/peyo.html (Peyo, Biografie, dt.) (dt.)http://www.awn.com/mag/issue2.4/awm2.4pages/2.4moinsbelgfr.html (BD et Animation: Une Tradition Belge) (frz.), undnachdem mit Tintin (Tim und Struppi), Asterix und Lucky Luke bereits einige frankobelgische Comic-Serien verfilmt worden waren, kamen die Schlümpfe 1976 mit der Verfilmung ihrer Debüt-Geschichte, La flûte à six schtroumpfs, ins Kino. Die im Comic enthaltene karge Darstellung des verwunschenen Landes der Schlümpfe erfolgt im Film viel bunter und auch umfangreicher. Im Gegensatz zum Comic bleiben im Film vier Schlümpfe während der Seereise und dem Endkampf gegen Mathieu Torchesac bei Johann. Im Comic verabschieden sich am Ende die Schlümpfe auf einem Feld, im Film findet diese Szene im Schloss statt. Die Filmmusik, mit Einsatz der Flöte, stammt von Michel Legrand. Einige andere Comic-Geschichten von Johan sind in der ab 1981 produzierten Fernsehserie enthalten, den Schlümpfen kommt dabei im Vergleich zu den entsprechenden Comic-Geschichten (falls sie dort überhaupt vorhanden sind) meist eine größere Rolle zu.

Im Studio Peyo entstanden dann seit den Achtziger Jahren viele Kurzgeschichten (8 oder 4 Seiten) sowie 220 neue Einseiter (Schtroumpferies). Das letzte Schlumpf-Abenteuer, an dem er offiziell noch mitarbeitete, kam in seinem Todesjahr, 1992, heraus.

Die Schlümpfe : Ab 1981 wurden bei Hanna und Barbera die Schlümpfe für das Fernsehen aufbereitet. Neben über 400 Episoden mit Schlümpfen kamen auch noch die Geschichten mit Johan zum Zuge (18 Episoden, Johann und Peewit in Schlumpfhausen). Bei der deutschen Bearbeitung der US-Fernsehserie entstanden dann, bedingt durch kürzere Namen in der US-Version und die erwünschte Lippensynchronisation, kurze Namen für die kleinen Schlümpfe.

Die Comic-Welt der Schlümpfe (seit 1958, 25 Alben, 5 Alben Schtroumpferies und viele weitere Kurzgeschichten) unterscheidet sich von den Darstellungen in der Fernsehserie (1981-1989, ca. 420 Folgen). Es kommt zu Nebenfiguren, wie etwa Rotznase (Bolvamel) oder der Hexe Hogatha, sowie Opa Schlumpf und Oma Schlumpf, welche nicht in den regulären Alben (Les Schroumpfs, Schtroumpferies), wohl aber in einigen Kurzgeschichten zu sehen sind (Oma und Opa 1998 in Besuch von Opaschlumpf, Hogatha 1991 in Hogathas Talisman1998, Rotznase 2000 in Die Schlümpfe und die Riesenmöhren) Im Comic möchte Gargamel nur in seiner ersten Geschichte (Le voleur de Schtroumpfs) aus einem Schlumpf Gold machen, dieses Motiv wird im Comic nie wieder erwähnt.

Im Comic bleiben im französischen Original und der Carlsen-Übersetzung die Benennungen der Schlümpfe von der Fernsehserie unbeeinflusst. Grand Schtroumpf ist der Große Schlumpf, politische Auslegungen der in der deutschen Synchronfassung der Fernsehserie üblichen Bezeichnung Papa Schlumpf sind für den Comic und gegenüber den Autoren daher irrelevant.

Die Schlümpfe nach 1992

Seit Peyos Tod werden die beiden Albenreihen Les Schtroumpfs und Johan et Pirlouit sowie eine weitere von Peyo stammende, Benoît Brisefer (dt. der kleine Winni, Benni Bärenstark), von anderen Autoren fortgeführt, die neuen Einseiter als Schtroumpferies im Albenformat veröffentlicht. Der Sohn von Peyo, Thierry Culliford, schreibt seither einige der Texte zu den Schlumpf-Geschichten.

Seit 1998 werden auch kurze streifenlange Witze gestaltet. Zusammenstellungen dieser Comic-Strips werden seit 2007 in Albenform heraus gegeben, fünf Alben sind zunächst vorgesehen.

Die Schlümpfe und das Schlumpfdorf

Schlumpfdorf

Die Schlümpfe leben im Schlumpfdorf, im Verwunschenen Land. Der anfänglich kargen Darstellung (La Flûte à 6 schtroumpfs 1958, Le Pays maudit 1961) des Landes wich später Wald, dessen üppige Vegetation die Schlümpfe vor dem in der Nähe wohnenden Hexenmeister Gargamel schützt. Schlümpfe können sich nach Interesse oder Neigung (Quelle u.a. Les P'tits Schtroumpfs) ausleben. Aspekte der Zivilisation (Zahlungsmittel, Zeitungswesen, Gentechnik, Armut, Religion) sind bei ihnen unbekannt oder werden meist erfolglos ausprobiert. Manche Schlümpfe treten immer wieder auf (Brillenschlumpf, Witzboldschlumpf, Bastelschlumpf), andere treten nur für die Dauer einer Geschichte auf (Finanzschlumpf, Doktorschlumpf, Schtroumpf reporter), erkennen den Unsinn ihres Tuns und verschwinden wieder in ihre Anonymität (Szenarist Luc Parthoens, 2003: il s?agit toujours d?un des 100 Schtroumpfs de la communauté. Parce qu?ils constatent les effets pervers de leurs trouvailles, ces vedettes d?un album abandonnent leurs prétentions et retournent dans l?anonymat. ). Der Große Schlumpf hebt sich von den anderen Schlümpfen durch seine weiße Barttracht und seine rote Kleidung ab. Die anderen Schlümpfe sind bartlos und in den ersten Comic-Geschichten ausschließlich weiß und jeweils gleich gekleidet. Sie tragen stets eine phrygische Mütze. Zu Ausnahmen, wie dem Gärtnerschlumpf (Strohhut), dem Kochschlumpf (Kochmütze) oder dem Bastelschlumpf (Latzhose) kommt es erst später.

Wie auch immer man die Struktur in der Schlumpfpopulation auffassen mag: Sie sind fleißig und bauen Brücken und Staudämme. Die Schlümpfe bzw. der Große Schlumpf wissen, wie man Zauberflöten mit sechs Löchern herstellt. Der Große Schlumpf, aber auch Gargamel, sind fähige Alchemisten. Häufig ist es der Große Schlumpf, welcher sich sowohl Gargamel als auch dem außerhalb des verwunschenen Landes lebenden Zauberer Omnibus gegenüber als der bessere Magier erweist. Zu Fehlversuchen und Laborexplosionen kommt es bei allen.

  • Politik: Die Comic-Abenteuer liefern durchaus einige Ansätze für politische Auslegungen oder Interpretationen, von den Autoren wurde bislang nichts davon bestätigt (sh. zugehör. Artikel auf Französisch sowie die Alben Le Schtroumpfissime (1964) und La Menace Schtroumpf (2000)).


  • Bei Kommunikation mit den Menschen, bei Reisen aus dem Verwunschenen Land hinaus oder zum Transportieren von Schlumpfbabys kommen den Schlümpfen Störche zu Hilfe.


  • Gebäude: In den ersten Geschichten gleichen die Behausungen der Schlümpfe ausgehöhlten Pilzen. Spätere Darstellungen lassen auf nachgebaute Pilze schließen.


Sprache der Schlümpfe

Schlumpfsprache (Le langage schtroumpf) nennt man die Redeweise der Schlümpfe. Um eine eigentliche fiktionale Sprache handelt es sich nicht, sondern nur um das Einfügen des Wortes "Schlumpf" anstelle des richtigen Wortes. Beispiele: Heute haben wir schlumpfiges Wetter, Die Schlumpf im Haus erspart den Zimmerschlumpf. Es werden auch bewusst komische Momente erzielt. So sagt etwa ein ansonsten unbekleideter Schlumpf, der sein Handtuch abgeben soll: Mais ... Grand Schtroumpf, on va voir mon schtroumpf (1968, Les Schtroumpfs et le Cracoucass; dt. etwa Aber Großer Schlumpf! Dann sieht man doch meinen Schlumpf!).

Die Schlumpfsprache kommt den sprachschöpferischen Neigungen junger Leser entgegen, die sich die Muttersprache durch den Schulunterricht gerade normativ erschließen müssen. Ähnlich wie selbst erfundene Geheimsprachen schafft sie ein Gruppengefühl und führt dazu, dass die Leser sich den Schlümpfen verbunden fühlen (schließlich sprechen sie ja die "Sprache" der Schlümpfe). In den Alben ist die Schlumpfsprache den Schlümpfen vorbehalten. Während daher die Kommunikation mit den Schlümpfen für die Menschen in den Comic-Geschichten oft recht schwierig ist, kann der außenstehende Leser eines Albums der Sprache oder den Geschehnissen meist leicht folgen.

Allerdings wird diese Thematik in den jüngeren deutschen Bearbeitungen bei Carlsen oder Bastei stärker betont: Das Wort Schlumpf wird häufiger als es die Originalfassung vorsieht eingebracht. Es kommt auch vermehrt zu Wortschöpfungen. So werden Texte aus Les Schtroumpfs noirs (Albenversion v. 1963, jew. Blatt 2, der Große Schlumpf hat mit einem faulen Schlumpf zu tun), ?Ou est encore passé ce fainéant?? und ?Et va plutôt me ser une grande perche dans la forêt!?, bei Carlsen zu ?Wo steckt der Schlumpfpelz jetzt wieder ?? und ?Schlumpf mir lieber einen Schlumpf aus dem Wald !? In La Schtroumpfette (1966) wird, nachdem Schlumpfinchen einen Schlumpf küsst, ? C?est comme ça qu?on attrape des microbes? zu ?Alles voller Schlumpfzillen? (Blatt 8) und ?Il faudrait des volontaires pour l?accompagner? zu ?Wir brauchen Schlumpfwillige?.

Anzahl der Schlümpfe

Über die Anzahl der Schlümpfe divergieren die Darstellungen der Autoren und die Auffassungen der Leser. Während letztere auf vielen Netzseiten und Fandarstellungen dazu neigen, Schlümpfe akribisch zusammenzuzählen, was mit Oma Schlumpf, Opa Schlumpf (die in den 25 eigentlichen Comic-Alben nie aufgetreten sind), Schlumpfinchen, Sassette, Babyschlumpf und dem Wilden Schlumpf zu einer Anzahl von 106 führt, haben die Autoren keinen Zweifel daran gelassen, dass es für sie eine Gemeinschaft von 100 Schlümpfen ist (dokumentiert 1962 in Le centième Schtroumpf, 1964 in Le Schtroumpfissime, 1969 in Le cosmoschtroumpf, 1995 in Le Schtroumpfeur de Bijoux sowie in Luc Parthoens Interview von 2003 anlässlich der Albenherausgabe Le Schtroumpf Reporter). Aus Parthoens Interview geht auch die für die Dramaturgie bedeutende und notwendige Existenz anonymer Schlümpfe hervor.

Deutsche Übersetzungen und Bearbeitungen

Die Schlümpfe im Kauka-Verlag

Rolf Kauka veröffentlichte 1968 in seinen Fix und Foxi-Heften erstmals Johan-Abenteuer in deutscher Sprache (auf Titelbildern von Der heitere Fridolin war sein Kopf bereits um 1960 zu sehen). Johan, Pirlouit und seine Ziege Biquette heißen bei Kauka Prinz Edelhart und Kukuruz (Rufname Kuckuck - selten) und Ricki. Die Schlümpfe gab es dann ab 1969. Kauka veröffentlichte deren Abenteuer als Fortsetzungsgeschichten in seinen Fix und Foxi-Heften, als Alben sowie umformatiert im Taschenbuchformat. Mit seinem Fix und Foxi super 35, Die große Schlumpf-Schau (1970, FF super 35), hat er 40 Seiten Schlumpf-Comic mit eigenen Zeichnungen (die nicht von Peyo stammen) in schlechter bzw. spürbar anderer Qualität um vier Seiten gestreckt sowie eigene Titelbilder anfertigen lassen. Da Kauka bereits mehrere Schlumpf-Geschichten zur Verfügung hatte, benannte er sie in Geschichten, in denen sie bei Peyo noch namenlos waren. In Les schtroumpfs noirs beispielsweise erwischt der Große Schlumpf einen faulen Schlumpf, Kauka nannte den von dieser Geschichte an Gammelschlumpf. Bei Peyo und Delporte erhielt der mit Faulheit assoziierte Schlumpf erst in einem später gezeichneten Abenteuer seinen Namen.

Vom FF super 35 abgesehen ist der Comic-Teil der langen Schlumpf-Geschichten etwas ungenau, aber inhaltlich mehr oder minder korrekt übersetzt. Anders als bei Bastei oder Carlsen hat man bei Kauka die Schlumpf-Sprache nicht stärker betont. Bedingt durch das Formatieren in Fortsetzungsgeschichten fehlt gelegentlich der obere Streifen eines Blatts. Außerhalb des Comic-Teils sind immer wieder von Kauka-Zeichnern angefertigte Schlümpfe oder sonstige Nebenfiguren zu sehen. Es existieren auch Titelblätter mit Schlümpfen und Fix, Foxi oder Lupo. Weiters wurden ab 1975 aus Peyos Material, versehen mit Ergänzungen von Kauka, eigene Kurzabenteuer über die Schlümpfe gestaltet.

Kauka dürfte auch etwas Einfluss auf die deutsche Synchronfassung der Verfilmung zu La Flûte à 6 schtroumpfs von 1976 gehabt haben: Zu Beginn stellt sich Pirlouit als Erzähler mit seinem Kauka-Namen Kukuruz vor, während er im weiteren Verlauf des Films Pfiffikus heißt. Im Vorspann ist auch die Information "Die Schlümpfe schlumpfen jede Woche in Fix und Foxi" enthalten. Im Zuge des Filmverleihs brachte ab November 1976 der Kauka-Verleger Gevacur (Schweiz) vier Schlumpf-Alben heraus. Das zweite, Die Schlümpfe und die Zauberflöte (von 60 auf 56 Seiten gekürzt, das Comic zum Film), erschien Anfang Januar 1977. Von einem deutschen Anbieter kam die DVD im Februar 2007 heraus (ohne frz. Tonspur).

Schlümpfe ab 1979, vorwiegend bei Bastei und Carlsen

Seit 1979 verlegt vorwiegend der Carlsen-Verlag Abenteuer mit den Schlümpfen (die deutsche Bezeichnung Schlümpfe konnte bei allen weiteren deutschen Verlegern beibehalten werden) und dem Pagen (Johann und Pfiffikus bei Carlsen) in deutscher Sprache. Die Schlumpf-Abenteuer kamen zunächst einmal vollständig und chronologisch heraus. Die Johan-Abenteuer mit Pirlouit wurden ebenfalls verlegt, allerdings nicht chronologisch.

Die ersten 13 regulären Bände, welche in der Aufmachung vorwiegend den französischen Alben entsprechen, erschienen chronologisch von 1979 bis 1989 bei Carlsen. Nachdem 1992 - 1995 einige weitere Bände im Bastei-Verlag erschienen, legt Carlsen seine Reihe seit 1996 neu auf, jedoch ab Band 11 mit anderem Inhalt.

1982-1984 erschien bei Carlsen zudem eine über Kioske vertriebene Schlumpf-Reihe (12 Ausgaben, ab Nr. 3 mit der Bezeichnung semic, jeweils 44 Seiten Comic) mit gelben Umschlägen, in denen das Material der normalen Ausgaben (teilweise 60 Seiten Comic) in anderer Zusammenstellung nachgedruckt wurde.

Die Kurzgeschichten aus dem Studio Peyo und die Schtroumpferies wurden in Deutschland wurden vorwiegend im Magazin ?Die Schlümpfe? bei Bastei, 1991-2002, publiziert. Bastei verlegte weiters auch den klassischen Albenstoff. Im Gegensatz zu letzteren (Geschichten aus den ersten Schlumpf-Alben wurden mehr als ein halbes Dutzend mal auf deutsch verlegt) wurden die Schtroumpferies und die meisten Kurzgeschichten nur in dieser Form in deutscher Sprache heraus gebracht.

In der gut vertriebenen Reihe Klassiker der Comic-Literatur (ausgewählt vom F.A.Z.-FeuilletonFrankfurter Allgemeine) beschäftigt sich der 2005 erschienene Band 14 (FAZ-14) mit den Schlümpfen. Neben einigen alten Abenteuern, die bereits von Kauka oder Carlsen verlegt wurden, enthält das Buch auch drei sonst kaum zugängliche Geschichten aus dem Jahr 2000. In der Übersetzung wurden teilweise die Benennungen aus der dt. Synchronfassung der Fernsehserie benützt. Ein redaktioneller Text, in dem das Schlumpfdorf mit Shangri-La oder Oz (Der Zauberer von Oz) verglichen wird und in welcher eine Fernsehserie, in der man mit Schlumpf beschimpft wird, genannt wird, enthält keine ins Detail gehende Informationen über die Schlümpfe, die ein Leser nicht auch aus den Geschichten, die im Buch enthalten sind, entnehmen kann. Für die im Jahr 2000 entstandenen Abenteuer wird der 1992 verstorbene Peyo als Szenarist und Zeichner genannt, die Geschichten enthalten die seit seinem Tod übliche (C)-Peyo-Signatur.

Übersetzungen bei Carlsen, Bastei oder sonstigen Zusammenstellungen sind gelegentlich ident und unterscheiden sich nur in der unterschiedlichen Benennung einzelner Schlümpfe oder in der jeweils aktuellen Rechtschreibung (in diesem Sinne stimmen die Bearbeitungen von Le cosmoschtroumpf, 1969, bei Carlsen und Bastei überein). Von Kauka wurden die Bezeichnungen Schlümpfe und Gurgelhals übernommen. In den Veröffentlichungen ab 1995 hat auch bei Carlsen der Zauberer seinen richtigen Namen, Gargamel, zurück bekommen.

Probleme bei den Übersetzungen

Manchmal beinhaltet der Originaltext unübersetzbare Feinheiten der Aussprache auf Französisch. In Le bébé Schtroumpf lautet ein Text vom Großen Schlumpf "Allez lui s-er un bol de lait! ? Non Schtroumpf Bêta. Ça c?est un bolet".

Gelegentlich kommt es wegen Unkenntnis zu mangelhafter Bearbeitung. So wird, als die Schlümpfe in Le Schtroumpfeur de Bijoux (1995) bei Homnibus niemanden vorfinden "Pas même l?ombre d?un Olivier" bei Carlsen annehmbar zu "Nicht mal der Schatten von Oliver", bei Bastei (die Johan-Abenteuer und deren Nebenfiguren kennt man dort offenbar nicht) zu "Nicht mal der Schatten eines Olivenbaums".

Manche Mängel sind auch ohne Kenntnis des Originaltextes erkennbar: In der Bastei-Version von La Schtroumpfette (1966) erhalten Schtroumpf Farceur und auch Schtroumpf Volant jeweils den Namen Überraschungsschlumpf. Während im Original Schtroumpf Farceur dem Schtroumpf Volant eine Torte stiehlt, muss man in der Bearbeitung wohl davon ausgehen, dass der Überraschungsschlumpf sich selbst die Torte klaut und in einer Gerichtsverhandlung als Verteidiger und zugleich auch noch als Geschworener agiert.

Bibliographie

Alben (Dupuis u. Lombard in Belgien, Carlsen und Bastei)



Liste der Comic-Geschichten

Die meisten Geschichten aus der Zeit 1958-1988 sind entsprechend den Erstveröffentlichungen im Magazin Spirou angeführt, die jüngeren anhand der Alben. Die Albennummer entspricht der Originalausgabe der Alben bei Dupuis (später: Lombard), welche in Nummerierung und Inhalt mit der ersten Carlsen-Ausgabe (1979 bis ca. 1992) großteils identisch ist. Deutsche Benennungen sind von Kauka, Bastei oder Carlsen übernommen. Die Jahreszahl einer einzelnen Geschichte bezieht sich auf die französische Erstveröffentlichung (üblicherweise im Spirou).

Les Schtroumpfs noirs, Le voleur de schtroumpfs, L'oeuf et les schtroumpfs, Le faux schtroumpf, La faim des Schtroumpfs Dupuis und Le centième schtroumpf erschienen 1959-1962 als Mini-récits (vier Streifen je Seite) und wurden für die Alben ab ca. 1963 unter Beibehaltung der Szenarios in einem Albenformat mit fünf Streifen je Seite neu gezeichnet. Die Dialoge wurden dabei kaum geändert, vereinzelt kamen weitere Zeichnungen hinzu oder weg. Üblicherweise wird die Albenversion vertrieben.

Bei den Kommentaren werden in knapper Form jene Aspekte dargestellt, welche immer wieder Stoff zu Fragen oder Diskussionen liefern. Andere interessante Details sind auch erwähnt. Die Blatt-Bezeichnungen beziehen sich auf die im Comic-Streifen angebrachten Blattnummern (nicht die Albenseite). Bei besonders heiklen oder interessanten Fragestellungen (Erschaffung von La Schtroumpfette oder die Eintragung über Schlümpfe in Gargamels Buch...) ist der Originaltext angeführt, in solchen Detailfragen ist leider keine der Übersetzungen verlässlich.

Zeichner und Texter Die Angaben erfolgen so, wie sie in den Alben vorliegen. Erst seit Album 16 (1992) ist eine exaktere Angabe des Stabs (Szenarist, Zeichner, Tuschzeichner, Färber) üblich. Seit diesem Album arbeiten auch Peyos Sohn Thierry Culliford (geb. 1955), sowie Luc Parthoens und Alain Maury (Alben 16-21) mit. Im Album 16 wird immer dieselbe Unterschrift von Peyo abgedruckt, ab Album 17 ist sie zusätzlich mit einem vorstehenden (C) versehen (und somit nicht mehr als unmittelbare Signatur des Künstlers an seiner Zeichnung aufzufassen).

Seit Peyos Tod erscheinen in der Albenreihe (Les Schtroumpfs, 25 Alben bis 2007) nur mehr lange Geschichten (meist 44 Blatt). Einseiter sind in der Albenreihe Schtroumpferies (5 Alben von 1994 bis 2001, als Urhebervermerk ist nur Peyo bzw. © Peyo angeführt) verlegt werden. Beide Reihen erscheinen auf Französisch bei Lombard und werden laufend nachgedruckt, hinsichtlich dieser Alben ist die nachstehende Bibliographie vollständig. Weitere Kurzgeschichten (4 Seiten, 8 Seiten) werden auf unterschiedliche Art publiziert.

Auf Deutsch erscheint derzeit ein Teil des klassischen Albenstoffs bei Carlsen. Schtroumpferies (als Schlumpfereien) und Kurzgeschichten wurden auf Deutsch bisher nur von Bastei in Magazinen und Alben vorwiegend in den Neunziger Jahren herausgegeben.



Benennungen im Original und den deutschen Bearbeitungen (Auswahl)



Weitere Hinweise: Die deutschen Benennungen sind auch innerhalb eines Verlags nicht eindeutig. So wird Schtroumpf gourmand in der Bastei-Übersetzung (1993) von La Schtroumpfette (1966) der ?Bäckerschlumpf? genannt. In den Kurzgeschichten von ca. 2000 heißt er wieder Feinschmeckerschlumpf. Schtroumpfette hieß in dieser Bastei-Übersetzung von 1993 wie im TV Schlumpfine, in den späteren Bastei-Abenteuern wie bei Kauka Schlumpfinchen.

Eine korrekte Einordnung der Erstauftritte von Witzboldschlumpf, Brillenschlumpf und Miesepeterschlumpf (Grognon) ist wegen der unterschiedlichen Gestaltung der ersten 6 Geschichten in den Mini-récits einerseits und den zugehörigen Albenversionen andererseits etwas problematisch. Witzboldschlumpf und Brillenschlumpf sind teilweise erst für die Alben dazu gezeichnet worden. Über Grognons Auftritt in Les Schtroumpfs noirs (1959) erfährt man erst später in L??uf et les Schtroumpfs (1960).

Weblinks

  • http://www.bedetheque.com/serie-13800-BD-Schtroumpfs-(Mini-recits).html (biliogr. Beschreibung der Mini-récits von 1959 bis 1962 mit Titelabb.)
  • http://www.actuabd.com/spip.php?article1941 (Text über die Mini-récits von 1959 bis 1962; frz.)
  • Les Schtroumpfs dans le journal de Spirou (Comicografie der Erstveröffentlichungen in Spirou; frz.).
  • http://schtroumpfsinfo.free.fr/pages/2.html (eine Liste der im Comic namentlich erwähnten Schlümpfe; frz.)
  • Die Schlümpfe bei Kauka
  • Offizielle Schlümpfe-Seite, englisch
  • Smurfwiki, englisch


Anmerkungen



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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gargamel
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