thumb|Zephyros und Hyakinthos
Hyakinthos () war in der griechischen Mythologie der Sohn des Amyklas, des Königs der Spartaner, und ein Geliebter des griechischen Sonnengottes Apollon.
Gustav Schwab schreibt in seinen Sagen des klassischen Altertums über Hyakinthos:
- ?Der jüngste unter den Söhnen des lakonischen Königs Amyklas war Hyakinthos. Phöbos Apollon sah den lieblichen Knaben und gewann eine herzliche Zuneigung zu ihm. Ja, er gedachte ihn einstens in den Olymp zu erheben, auf daß er ihn ewig in seiner Nähe hätte. Aber ein trauriges Geschick gönnte dem Sterblichen die Verherrlichung nicht und raffte ihn in zarter Jugendblüte dahin.?
Die auffallende Schönheit des Hyakinthos erregte die Aufmerksamkeit von Zephyros, dem Gott des Westwindes, und auch Apollon fand Gefallen an dem Jüngling. Ein verhängnisvoller Unfall beim Diskuswerfen - Apoll traf Hyakinthos aus Versehen mit dem Diskus und tötete ihn so - beendete die Liebe frühzeitig. Aus dem Blut, das dabei vergossen wurde, ließ der trauernde Apollon eine Blume entstehen, deren Blütenblätter jeweils den klagenden Laut ("AI") bildeten.
In einer anderen Spielart dieses Mythos war Zephyros eifersüchtig auf die Liebe Hyakinthos' zu Apollon und lenkte deshalb den Diskus in der Luft ab, so dass dieser Hyakinthos traf und tötete.
- ?Wüthend verfolgte ich Zephyrn bis an den Berg, und verschoß alle meine Pfeile vergebens nach ihm: dem Knaben aber richtete ich zu Amyklä, an dem Orte wo ihn der unglückliche Diskus niederschlug, einen hohen Grabhügel auf; und aus seinem Blute, Merkur, mußte mir die Erde die schönste und lieblichste aller Blumen hervortreiben, und ich bezeichnete sie mit den Buchstaben der Todtenklage.?
Zitat aus: Lukian von Samosata,
Lügengeschichten und Dialoge; XIV. Unglücklicher Tod des schönen Hyacinthus
Hyazinthe
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[1]]Das Liliengewächs Hyazinthe wird, wie sein Name zeigt, mit diesem Mythos in Zusammenhang gebracht. In der heutigen Lehre ist man aber mehrheitlich der Meinung, dass eher die Schwertlilien oder der Rittersporn in Frage kommen.
In den schönen Knaben, zuerst soll ihn Thamyris verführt haben, verliebten sich zugleich der Gott Apollo und der Westwind Zephyros. Dem Hyakinthos gefiel allerdings der Apollo besser, weshalb Zephyros einen von Apollo geworfenen Diskus aus der Flugbahn lenkte, der den Hyakinthos tötete.
In Ovids Metamorphosen (X,164ff.) heißt es:
ver hiemem Piscique Aries succedit aquoso,
tu totiens oreris viridique in caespite flores.
In der deutschen Übertragung:
Sooft der Lenz den Winter verjagt
und auf die regenbringenden Fische
im Tierkreis der Widder folgt,
so oft entstehst du aufs neue
und blühst auf grünendem Rasen.
Auf den Blütenblättern stehen seitdem die Trauerlaute ?
ai ai?.
Verehrung
Hyakinthos wurde besonders in Amyklai bei Sparta verehrt. Hier wurde er als bärtiger Mann dargestellt, an anderen Orten stellte man ihn jedoch meist als Knaben dar.
Siehe auch
Neben Hyakinthos gibt es weitere zu Blumen gewordene Personen: Narkissos, Antheos und Adonis.
Weblinks
Person der Griechischen Mythologie Literarische Figur
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