Severina Vu?kovi? (* 21. April 1972 in Split, Jugoslawien, heute Kroatien) ist eine Pop-Sängerin. Sie ist unter ihrem Vornamen
Severina bekannt, wird aber aufgrund ihrer Beliebtheit in Kroatien dort bisweilen
Seve nacionale genannt. Ihre Musik besitzt Einflüsse des Turbo-Folk.
Karriere
Mit 17 Jahren veröffentlichte sie ihr Debüt-Album
Severina.
[Majica, Marin: " Auf Stöckeln nach Athen: Die Kroatin Severina - Schön, aber umstritten", Die Presse 13. Mai 2006.]Der Song "Djevojka sa sela" wurde 1998 zur Hymne der kroatischen Fußballfans bei der WM 1998. Es folgte 1999 das Album "Ja samo pjevam", das mehr als 50.000 Mal verkauft wurde und somit das meistverkaufte Album in Kroatien ist.
2001/02 führte sie in Kroatien und Bosnien und Herzegowina ihre erfolgreiche
Virujen u te Tour durch.
2004 tauchte ein etwa zehn Jahre altes
[Kraushaar, Elmar: " Mit Windmaschinen und Pin-up-Fotos", Berliner Zeitung 18. Mai 2006, S. 8.]11minütiges Privatvideo von Severina im Internet auf, in dem sie mit einem verheirateten Mann beim Sex zu sehen ist. Bis dahin war Severinas Image geprägt von religiöser Enthaltsamkeit.
["Singer Asks for Sex Photos Back", The Independent 3. Juni 2004, S. 23.] Vu?kovi? versuchte die Verbreitung des Videos zu verhindern, scheiterte jedoch. Außerhalb des ehemaligen Jugoslawien brachte ihr das Video einen Bekanntheitsschub.
Transnationaler Erfolg
2006 gewann sie mit dem Lied
Moja ?tikla ("Mein Stöckelschuh") das Dora-Festival und vertrat Kroatien beim Eurovision Song Contest 2006, wo sie mit 56 Punkten den 13. Platz erreichte. Die Auswahl eines Turbo-Folk-Liedes für den ESC wurde in der kroatischen Öffentlichkeit heftig diskutiert,
["Personalien: Severina Vuckovic", Der Spiegel 21/2006, S. 201.] zumal mit Goran Bregovi? ein sich selbst als Jugoslawe bezeichnender Produzent für das Arrangement verantwortlich war.
Musiker und Politiker fragten, ob ein solcher Beitrag Kroatien angemessen vertreten könne.
Bereits 2001 war Severina eine der ersten Künstlerinnen Kroatiens, die nach dem Zerfall Jugoslawiens den serbischen Markt ansprach, als sie bei ?or?e Bala?evi?' Konzert in Novi Sad auftrat.
[Goreta, Mirela: " ?ao mi je ?to ne mogu ponoviti velike koncerte", Jutarnji list 8. März 2002.] Heute ist sie eine der beliebtesten Künstlerinnen im gesamten serbokroatischen Sprachraum.
[Baker, Catherine. 2006. " The Politics of Performance: Transnationalism and its Limits in Former Yugoslav Popular Music, 1999?2004", Ethnopolitics 5 (3): 275-293, S. 288.]
Filmkarriere
In Filmen und Theaterstücken wirkte Severina ebenfalls mit. Hier zu erwähnen sind das Monodrama "?ekaju?i svog ?ovika", das Musical "Karolina Rije?ka" und das Stück "Glembajevi".
2004 spielte sie die Hauptrolle in dem satirischen Kurzfilm
Gdje je nestala Slovenija? ("Wohin ist Slowenien verschwunden?"). In dem Film spielt sie die Sprecherin der kroatischen Hauptnachrichten, die darüber berichtet, dass Slowenien am Tag des EU-Beitritts im Südpazifik verschwunden ist.
Auch für den bosnischen Film "Duhovi Sarajeva" stand Severina vor der Kamera.
Trivia
- Severina und Danijela Martinovi?, die 1998 für Kroatien im ESC antrat, besuchten die gleiche Schulklasse.
- Bereits zwei Künstler widmeten Severina ein Lied. Rapper Edo Maajka veröffentlichte 2006 auf seinem Album Stigo ?umur den Song Severina. Auch DJ Krmak schrieb ihr ein Lied namens Severina, das auf seinem Album DJ Krmak & Dream Team erschien.
Diskografie
Alben
- Severina (1989)
- "Dalmatinka" (1993)
- "Trava zelena" (1995)
- "Moja stvar" (1996)
- "Djevojka sa sela" (1997)
- "Ja samo pjevam" (1999)
- "Paloma Nera - Live" (1999)
- "Pogled ispod obrva" (2001)
- "18 velikih hitova" (2002)
- "Virujen u te - Live" (2002)
- "Virujen u te - DVD" (2003)
- "Severgreen" (2004)
- "Moja stikla" (Promo Single "not for sale"/ 2006)
- "The Best of" (2006)
- "Moja ?tikla Moj Sokole" (MultiMedia CD 08/2006)
- "The platinum collection" (2006)
Weblinks