Wanderlust Biographie

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Biographie Wanderlust

Wanderlust
Wanderlust war bereits ein mittelhochdeutsches Wort und beschreibt die Lust am Wandern, den steten inneren Antrieb, sich zu Fuß die Natur und die Welt fern der Heimat zu erschließen.

Näheres

Im neuzeitlichen Deutsch wurde es stark durch die Romantik geprägt (Wandern, ja Wandern ist meine Lust) - so in den Studentenwanderliedern von Joseph von Eichendorff und später von Joseph Victor von Scheffel. In den Wandervereinen des 19. Jahrhunderts und im Wandervogel nach 1900 wurde es institutionalisiert und durch Liedgut und Schrifttum der Jugendbewegung so populär, dass es als Germanismus auch im Englischen übernommen worden und dort seit etwa 1902 nachgewiesen ist Eintrag in www.etymonline.com, abgerufen 4. Dezember 2007.

Literarisches Beispiel

Das bekannte Frankenlied von Scheffel mag als Illustration dienen. Seine erste Strophe lautet:

Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,
Wer lange sitzt, muss rosten,
Den allerschönsten Sonnenschein
Lässt uns der Himmel kosten.
Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid
Der fahrenden Scholaren,
Ich will zur schönen Sommerzeit
Ins Land der Franken fahren!


Siehe auch

  • Wandern#Romantik, Fernweh
  • Liste deutscher Wörter im Englischen
  • Wanderbursche, Wanderstab
  • Wanderungen durch die Mark Brandenburg, ein Erzählband von Theodor Fontane




Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderlust
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