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Xenon (von altgriechisch
?fremd?) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol
Xe und der Ordnungszahl 54. Das farb- und geruchlose Gas gehört zu den chemisch extrem reaktionsträgen Edelgasen.Xenon ist beispielsweise für seinen Einsatz in Autoscheinwerfern und Ionenantrieben bekannt. Zur Funktionsweise im Autoscheinwerfer siehe Xenonlicht.
Eigenschaften
Xenon lässt sich zu einer farblosen Flüssigkeit kondensieren. Als Feststoff ist es kristallin. Unter Druck von mehreren hundert Kilobar lässt sich Xenon in eine metallische Struktur überführen. Die Löslichkeit in Wasser ist mit etwa 230 ml/l recht hoch. Auch Klathrate (Gaseinschlussverbindungen) können aus Wasser und Xenon hergestellt werden.
Als Füllung in Gasentladungsröhren erzeugt Xenon je nach dem inneren Gasdruck unterschiedliche Farben: violett, blau, himmelblau und olivgrün.150px|left
Als vollkommen inertes Gas kann Xenon nicht mehr gelten. Seit Anfang der 1960er ist es gelungen einige Halogen-, Sauerstoff-, Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen herzustellen. Nur die Fluoride sind thermodynamisch stabil. Die übrigen Derivate sind meist nur bei tiefen Temperaturen beständig, beim Erwärmen zersetzen sie sich, manche ? wie beispielsweise XeO
3 und XeO
4 ? auch explosiv.
In seinen Verbindungen liegt Xenon in den Oxidationsstufen +2, +4, +6 und +8 vor.
Xenon wirkt in bestimmten Konzentrationsbereichen narkotisch und ist als Narkosegas verwendbar.
In Kernreaktoren wird
135Xe als Zerfallsprodukt von radioaktivem Iod erzeugt und wirkt absorbierend für Neutronen; siehe Xenonvergiftung.
Anwendungen
Wegen seines hohen Preises wird Xenon nur dann verwendet, wenn die leichteren Edelgase nicht ?gut genug? sind. Der größte Teil wird als Gasfüllung in lichterzeugenden Lampen verwendet, wenn ein helles weißes Licht benötigt wird:
- Stroboskoplampen
- Blitzlichtlampen
- Halogenlampen
- Gasentladungslampen
- Xenon-Hochdrucklampen für Filmprojektoren, Flutlichtanlagen, Lichtquelle in Fotokopierern und zur Lichtkoagulation in der Augenheilkunde
- Xenonlicht in Autoscheinwerfern
Andere Anwendungen:thumb|left|Testlauf eines mit Xenon betriebenen Ionentriebwerks
- Füllung von Thyratron-Röhren
- Narkosegas
- Blasenkammern
- Ionenantrieb
- Kryogene Wärmeröhre (Heatpipes)
- Diagnostisches Hilfsmittel zur Darstellung von Durchblutungsstörungen
- Herstellung von Jod123 mittels Protonenbeschusses (Zyklotron)
- Xenon-Isotope entstehen bei Atombombenexplosionen und dienen so als deren Nachweis. So lassen sich selbst unterirdische Atomexplosionen an den durch die Erdschichten diffundierenden Xenonspuren erkennen.
Geschichte
Xenon wurde am 12. Juli 1898 durch William Ramsay und Morris William Travers aus Rohkrypton abgetrennt.