Zebrahead ist eine 5-köpfige Pop-Punk-Band aus La Habra (Orange County, USA).
Bandgeschichte
Gegründet wurde die Band 1996 von Ali Tabatabaee (Sprechgesang), Ben Osmundson (Bass), Greg Bergdorf (Gitarre), Ed Udhus (Schlagzeug) und Justin Mauriello (Gesang/Gitarre), einem Line-Up, welches auffallend multikulturelle Züge aufweist: Tabatabaee ist gebürtiger Iraner, Osmundsons Wurzeln liegen in Schweden und Bergdorf ist philippinisch-deutscher Abstammung. Weiterhin handelt es sich bei "Udhus" um eine norwegische (gemäß Eigenaussage war seine Großmutter überdies Portugiesin) sowie bei "Mauriello" um eine italienische Familie. Letzteres Bandmitglied verließ die Band 2004 aufgrund kreativer Differenzen und gründete seine eigene Truppe I Hate Kate.
Mauriello wurde durch den Nebraskaner Matty Lewis ersetzt, seines Zeichens ehemaliger Sänger der Pop-Punk-Band Jank 1000 aus Omaha.
Zebraheads jüngstes Album,
Phoenix(Sony Music), erschien im Jahre 2008 zuerst am 9. Juli in Japan.
Der Song "With legs like that" ist die Einzugsmusik der WWE-Diva Maria Kanellis.
Stil
Zebrahead mixen melodiös-kraftvollen Pop-Punk mit nicht selten aggressiven Rap-Einlagen und untersetzten insbesondere ihre älteren Songs zusätzlich mit etwas Funk. Die Themen ihrer Stücke umfassen Beziehungsgeschichten und Gesellschaftskritik; auch südkalifornischer Lifestyle prägt ihre oft Slang-betonten Texte.
In einem frühen, selbst-beschreibenden Zitat heißt es: „We're not political, we're not out to save the world, if you listen to the lyrics it's just about being yourself and having fun. We're not sad, we're not complaining that the world's treating us like crap. .. we want to keep this upbeat.“
[http://www.zebrahead.org] Sinngemäß übersetzt also: „Wir sind nicht politisch und wir sind nicht da, um die Welt zu retten. Unsere Texte handeln davon, man selbst zu sein und Spaß zu haben. Wir sind nicht traurig und beschweren uns nicht, dass die Welt uns wie Dreck behandelt. Wir wollen diese positive Lebensanschauung beibehalten.“
Bedeutung
In ihrer Heimat gilt die Band in Folge von ungünstigen Supportbedingungen (gemäß Eigenaussage seitens der Musikindustrie) immer noch als Teil der Underground-Szene und vermochte sich bislang auch in Europa nicht für die massentaugliche Musikszene zu empfehlen. Anders sieht es da in Japan aus, wo sie zu den ganz Großen der Rockszene gehören und bereits Auftritte vor rund 50.000 Zuschauern absolvieren durften (z.B. anlässlich eines Auftritts im Chiba Marine Stadium von Tokio am 12. August 2006).
Während ihre Platte
Playmate Of The Year im japanischen Markt Platin (250.000 verkaufte Scheiben) erreichte, schafften es die Nachfolger-LPs
MFZB sowie
Broadcast To The World (jene innerhalb eines Monats) - vorläufig - bis zum Goldstatus (100.000 Einheiten), während das Zweitlings-Werk
Waste Of Mind kurz davor steht. Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl verkaufter CDs gegenwärtig in etwa auf 950.000.
Im Jahre 2000 wurde Zebrahead durch einen glücklichen Zufall für den amerikanischen Grammy Award „Best Metal Performance“ nominiert: Lemmy Kilmister, Sänger von Motörhead und guter Freund der Band, hatte die fünf Kalifornier im Vorfeld der Veranstaltung angefragt, ob sie ihn bei der Aufnahme des Metallica-Covers „Enter Sandman“ unterstützen könnten, da seine eigenen Musikerkollegen zu jenem Zeitpunkt außer Land gewesen waren. Zebrahead zögerten nicht und begaben sich mit Kilmister ins Studio, um seinen Gesang musikalisch zu untermalen. Letzten Endes zog jedoch das Werk, welches fälschlicherweise als eigenständige Motörhead-Produktion profiliert wurde, gegen eine Leistung der Band Black Sabbath den Kürzeren.
Anhänger Zebraheads loben insbesondere ihre als sehr energiegeladen geltenden Live-Darbietungen sowie ein überaus freundschaftliches Verhältnis zu der Fangemeinschaft, begünstigt durch die Etablierung eines Fanclubs, dessen Mitglieder durch spezielle T-Shirts als solche gekennzeichnet werden, um so von Zusatzleistungen seitens der Band profitieren zu können. In ihrer bisherigen Tour-Geschichte spielten Zebrahead u.a. zusammen mit Bands wie 311, Reel Big Fish, The Offspring, Less Than Jake, MxPx, Green Day, The Matches, Beastie Boys oder Sugar Ray, wobei in jüngster Zeit vor allem Großbritannien und das restliche Europa wiederholt und ausgiebig bereist wurden (alleine 2006 vier Male).
Diskografie
Alben
- 1998: Yellow (self-titled) (Dr. Dream Records)
- 1998: Waste Of Mind (Columbia Records)
- 2000: Playmate Of The Year (Columbia Records)
- 2001: Stupid Fat Americans (Compilation bereits veröffentlichter Songs - nur Japan) (Sony Music Japan)
- 2003: MFZB (Sony Music Japan / Golfrecords für Europa)
- 2004: Waste Of MFZB (B-Seiten - nur Japan) (Sony Music Japan)
- 2006: Broadcast To The World (Sony Music Japan / SPV für Europa / Icon Records für USA/Kanada)
- 2008: Phoenix
DVDs
- 2004: The Show Must Go Off - Live At The House Of Blues In Anaheim USA (Episode 12) (Kung Fu Films)
- 2004: Blood, Sweat & Beers - Live in Tokio, Japan (Eigenveröffentlichung)
- 2007: Broadcast To The World: The Fucking DVD (Eigenveröffentlichung)
Singles
- 1998: Get Back
- 1999: The Real Me
- 1999: Feel This Way (nur Japan)
- 2000: Playmate Of The Year
- 2001: Now Or Never (nur Japan)
- 2003: Into You (nur Japan)
- 2004: Rescue Me
- 2004: Hello Tomorrow
- 2004: Are You For Real? (nur Japan)
- 2006: Anthem
- 2006: Postcards From Hell
- 2007: Karma Flavored Whisky
- 2007: The Walking Dead
- 2008: Not The New Album
- 2008: Mental Health
- 2008: Hell Yeah
- 2008: The Juggernauts
Einzelnachweise
Weblinks
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